Samstag, 22. November 2014

Schubladen-Denken

Heute bin ich endlich mal wieder beim *Samtstagskaffee* dabei....

und als ich so mein neues, komplett im Originalzustand belassenes Sperrmüll-Lieblingsteil einräumen wollte (naja, eigentlich hat es die Firma meines Mannes ausrangiert) und diese wunderbaren Schubladen auszog, in die so unheimlich viel reingeht....da ging mir plötzlich so einiges durch den Kopf.



Gedanken an einem nebligen Morgen....bei einer Tasse Milchkaffee:

Schubladen-Denken...kennt Ihr das auch?




in unserer Gesellschaft landet man viel zu schnell in einer Schublade:
Araber? zack...Fundamentalist! 
Springerstiefel?...ab in die Rechts-Schublade!
hübsche Blondine?....ganz klar in die Kiste mit den arroganten Zicken!




Gut, das ist vielleicht etwas krass ausgedrückt, aber im grossen und ganzen läuft es doch tatsächlich so ab und lässt sich auf ganz viele Beispiele ausweiten.


Und nun würd ich gern den Zeigefinger erheben und ganz wichtig sagen 
"hört alle auf damit, Ihr seid ganz schrecklich gemein!"
Aber: leider muss ich gestehen, dass ich selbst auch so ein Schubladen-Denker bin!

Ja, ich schäme mich.....aber ich will ehrlich zu Euch sein:
Menschen, die ich neu kennenlerne, landen bei mir ganz fix in den entsprechenden Schubkästen....da reicht manchmal eine unbedachte Äusserung.....eine Geste......oder sogar das Aussehen....und schon hab ich sie fein säuberlich einsortiert in mein System. 
Ich kann gar nix dagegen tun, es passiert einfach!




Und ist man erstmal in einer Schublade verstaut, ist es gar nicht so leicht, da wieder herauszukommen....oder gar die Kategorie zu wechseln....
Ich bin durchaus in der Lage, meine Meinung über jemanden zu  revidieren, wenn ich ihn oder sie näher kennenlerne...nur manchmal gebe ich demjenigen vielleicht gar keine Chance mehr dazu...eben weil ich ihn schon vorher kategorisiert habe.

Damit tut man vielen Menschen Unrecht....und das ärgert mich!




Vor allem, weil ich im beruflichen Bereich keinerlei Probleme habe, diese Marotte abzustellen. 
Nie würde ich einen Kunden nach seinem Lesegeschmack beurteilen.
Ob jemand nun eine Liebesschnulze, einen Horrorfetzen oder einen Erotikroman bei mir kauft.....top gestylt oder in Arbeitsklamotten auftaucht....es beeinflusst meine Sicht auf den Menschen nicht.

Warum kann ich das also im beruflichen "abstellen", aber im privaten Bereich schaffe ich es nicht, allen Menschen erst einmal vorurteilsfrei zu begegnen?




Ich bin mir ganz sicher, es geht vielen so...nur wer gibt das schon gern zu?
Wo wir doch alle so offen und tolerant sein wollen...

Warum gelingt es uns nicht, den gedachten Satz
 "ui, die ist sicher arrogant"
 in ein
 "mal sehen, vielleicht wirkt sie auf den ersten Blick nur so" 
umzuwandeln?
Muss man alles und jeden kategorisieren?
Man möchte doch auch nicht, dass über einen selbst so vorschnell geurteilt wird.
***
Ich jedenfalls nehme mir nun vor, offener und vorurteilsfreier auf die Menschen, die neu in mein Leben treten zuzugehen....mir ein dickes Scheibchen von meinem Berufs-Ich abzuschneiden...
deshalb ist das letzte Foto auch KEIN Schubladenbild ;-)

Was meint Ihr, kann das klappen?




macht es Euch gemütlich an diesem nebligen Tag!
Eure
Smilla


48 Kommentare

  1. Liebe Smilla,
    leider hast ja so Recht. Wir denken alle gerne, dass wir eine ach-so-gute Menschenkenntnis besitzen, aber eigentlich sind wir damit nur überheblich. Andererseits spiegelt es aber auch nur wieder, wie unser Gehirn funktioniert. Wenn wir nicht "vorfiltern" würden, wären wir permanent mit der Welt überfordert.

    Ich finde es ist schon die halbe Miete sich dessen bewusst zu sein. Es ist genau wie du sagst: man muss sich bei einer neuen Begegnung immer in Erinnerung rufen: Ich kann mich sehr gut täuschen, vielleicht wirkt das nur auf den ersten Blick so. Und ja, meistens ist das der Fall.

    Viel Erfolg damit und einen schönen Samstag :)
    Liebe Grüße,
    Christina

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    1. So hab ich das noch nie betrachtet, das mit dem Vorfiltern meine ich!
      Danke für diesen Gedankenanstoss!

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  2. Guten Morgen, liebe Smilla!

    WO bitte hängt diese Schaukel - etwa in eurem Garten???? Dann komm' ich dich besuchen, egal, ob du willst oder nicht ;o)

    Du hast recht, in den meisten Fällen entscheidet sich in den ersten 5 Sekunden beim Kennenlernen neuer Menschen, ob man sie sympathisch findet oder nicht. Das passiert unbewußt, und es gibt doch diesen schönen Spruch:
    "Es gibt keine 2.Chance für den ersten Eindruck".
    Oft ist es aber tatsächlich so, dass sich bei näherem Kennenlernen der Eindruck revidiert. Manchmal müssen Menschen erst "auftauen"...und dann versteht man sich blendend. Oder dann erst recht nicht ;o)
    Dein neuer Schubladenschrank ist jedenfalls traumhaft und du mir sehr sympathisch, von Anfang an!
    Wir sehen uns an der Schaukel?

    Herzlichst,
    Salanda

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    1. Ich fürchte, die hält uns beide nicht ;-)
      Nein, sie hängt nicht in meinem Garten...so einen alten, grossen Baum hätt ich gern...sie hängt auf einem alten Hofgrundstück, an dem ich beim morgendlichen Nebelspaziergang vorbeigekommen bin.
      Aber besuchen darfst Du mich trotzdem sehr gern!

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  3. Liebe Smilla,
    ein sehr nachdenklicher Beitrag. Ich denke, dass uns dieses Schubladendenken eine gewisse Ordnung gibt und sozusagen vorsortiert. Wichtig ist, dass man die Schublade nach dem ersten Eindruck wieder öffnet und dem Menschen eine Chance gibt. Ich muss sagen, ein Grundgefühl hat man schon wenn man jemanden neu kennenlernt und selten liegt man ganz falsch damit. Aber vom Aussehen her würde ich nie einen Menschen werten.
    Sei lieb gegrüßt von Stine

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    1. Das mit dem Vorsortieren ist ein guter Denkansatz.
      Danke dafür!

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  4. Hallo liebe Smilla,

    wiedermal ein sehr interessanter Post, der zum Nachdenken anregt.
    Ich oute mich mal. Ich bin nicht nur ein Schubladendenker, nee bei mir ist es noch schlimmer.
    Selten sind/waren mir Menschen auf den ersten Blick symphatisch. Im Gegenteil, ich bin ultra kritisch und analysiere jeden sofort. Damit mache ich es mir und anderen schwer einander kennenzulernen. Dazu kommt erschwerend, das ich überhaupt kein Smaltalker bin. Ach ein Kreuz! Aber... seid ich blogge bin ich viel offener geworden. Nur eine der angenehmen Nebenwirkungen. Wichtig finde ich immer sich selber im Auge zu behalten und sein eigenes Verhalten zu reflektieren und zu hinterfragen. Das ist der erste Schritt und nur so kann man was ändern. Danke für den Denkanstoß

    Liebe Grüße aus Berlin
    Doreen

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    1. Danke für Deine Ehrlichkeit Doreen.
      Es selber zu wissen, dass man so tickt, ist schon mal ein guter Anfang.

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  5. Liebe Smilla,
    du hast so Recht, mir geht es ähnlich. Ganz automatisch landen bei mir Menschen, die ich kennenlerne in einer Schublade. Und ich habe schon ganz oft festgestellt, dass ich nicht die beste Menschenkenntnis habe, weil ich ganz oft mein Urteil revidieren musste. Aber es ist wie du schreibst, es ist unheimlich schwierig, dieses Schubladendenken abzustellen. Immerhin gelingt es mir mittlerweile die Leute recht schnell wieder aus einer für sie unpassenden Schublade herauszuholen. :-)
    Liebe Grüße,
    Kerstin M.
    Ach ja, dein Schubladenschrank ist soooo toll. Ich will auch! Der wäre perfekt für meine ganzen Bastelutensilien.

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    1. genau meine Bastelsachen hab ich da drin verräumt....Wahnsinn, was da alles reingeht!

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  6. Ein nachdenkenswerter Post und ja, mir geht es oft ähnlich. Aber ich glaube, dass es schon mal wichtig ist,sich dessen bewusst zu sein

    Liebste Grüße zu dir :-)

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  7. Guten Morgen Smilla !

    "You never get a second chance to make a first impression"
    Dieser Satz ist einer meiner liebsten. Er beschreibt es einfach auf den Punkt !
    Ich stecke Leute auch sehr rasch in eine meiner vielen Schubladen. Und wie Du schreibst: es ist sehr schwer, sie wieder dort herauszubekommen.

    Die neue Kollegin hat direkt am zweiten Tag ihren Bonus bei mir verspielt gehabt. Die ist immer noch in der Schublade "Doofe Nuss". Es hat sich einfach mein Gefühl bestätigt bzw. sogar noch verstärkt.
    Die arrogante neue Nachbarin dagegen hat sich als total nette, freundliche, lustige Frau entpuppt, die ich mag.
    Das hat aber auch sehr lange gedauert.

    Du hast da einen tollen guten Vorsatz gefasst und ich drücke Dir die Daumen, dass Du ihn umsetzen kannst !
    Ich glaube, den schreibe ich mir auch mal mit auf meine Liste ;o)

    Liebe Grüsse und einen schönen Samstag,
    Anja

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    1. Das mit dem "first impression" ist so wahr!

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  8. Liebe Smilla,
    mir geht es da leider gern umgekehrt, ich sehe immer in jedem erst mal nur das Gute und falle im Nachhinein immer wieder mal auf die Schnauze damit... aber ich kann es nicht abstellen, also vielleicht ist das "vorfiltern" wie Christina sagt, gar nicht schlecht. Natürlich nicht nach Optik, sondern eher nach dem Bauchgefühl... Und wenn Dir das im Job so gut gelingt, dann bestimmt auch im Leben, wir arbeiten dran, oder?
    Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende mit Deinen Lieben,
    Kebo

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  9. Liebe Smila,
    Bei mir ist leider das Gegenteil der Fall, ich begegne den Menschen immer offen, vertrauensvoll und ohne Vorurteile, gebe ihnen, egal wie sie daherkommen, jede Chance. Und weißt du was? Ich falle immer wieder auf die Nase, denn viele davon entpuppen sich als genau so, wie es mir mein Bauchgefühl vermitteln wollte und ich mich darüber hinweg gesetzt hab. Auf diese Weise bin ich in den letzten Jahren von Menschen unheimlich oft ausgenutzt und enttäuscht worden. Teilweise mit heftigen Vorfällen. Mittlerweile habe ich das aber überwunden und wenn mein Bauchgefühl mir bestimmte Signale gibt, in welche Schublade so manch einer anzusiedeln ist, dann höre ich darauf, und bleibe vorsichtig..
    Das ist so meine Erfahrung, die nichts mit Intoleranz zu tun hat sondern mit damit, dass manche Menschen zu viel Toleranz bei anderen für ihre Zwecke ausnutzen.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, lieben Dank für den Gedankenanstoss.
    Herzliche Grüße, Cornelia

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  10. Liebe Smilla.
    Da sprichst du wahre Worte. Es gibt niemand gern zu. Jeder nimmt sich selbst doch vor tolerant und vorurteilsfrei durch die Welt zu gehen. Aber leider ist das meist gar nicht möglich. Ich erlebe es auch immer wieder mal, dass viel zu viele Klischees bedient werden und es das Schubladendenken so relativ leicht hat sich in den Köpfen eibzunisten.
    Mir geht es da oft ganz genauso wie dir. Ist jemand erstmal in einer Schublade gelandet, ist es nicht so einfach da wieder heraus zu finden.
    Ich finde deinen Vorsatz gut und möchte mich nur zu gern anschließen!
    Danke dir für deine ehrlichen Worte.
    Loebe Grüße
    Lisa

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  11. Liebe Smilla,
    ein toller Post und ein wundervolles Schubladenelement Hammerteil, ich liege meist richtig mit meinem ersten Eindruck egal ob privat oder beruflich, meist frage ich ob jemand Tiere mag da kann er oder sie aussehen wie er will, dann hat derjenige schon ganz viele Pluspunkte! Vielleicht auch eine Art von Schubladendenken, ich bin übrigens blond und keine Zicke sondern total supernett :-)).
    Liebe Grüße von Tatjana

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  12. Hallo Smilla,
    vom Schubladendenken kann ich mich leider auch nicht frei machen, obwohl ich das auch nicht möchte!
    Deinen Aktenschrank finde ich allerdings sooooooooo genial,
    Sowas würde ich mir auch sofort hinstellen...ich liebe die Industrielook!
    LG Astrid

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  13. Hui, liebe Smilla, was für tiefsinnige Gedanken am (frühen) Morgen! Ich glaube, dass dieses Denken normal ist. Dann wird durch das eine oder andere Ereignis mal etwas von einer in die andere Schublade gelegt. Von nett nach doof, von schwarz nach weiß, oder nach grau. Man lässt sich halt immer von vielen Faktoren beeinflussen, positiv und negativ. Deshalb fand ich es zum Beispiel total interessant, wie man mich eingeschätzt hatte, ohne Altersangabe und ohne Bild. Jetzt bin ich vielleicht auch in einer anderen Schublade gelandet - wer weiß!
    Schönes Wochenende und liebe Grüße
    Anne

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  14. Liebe Smilla,
    ja, das mit dem Schubladendenken kenne ich! Ich sage immer, dass ich tolerant bin, ertappe mich aber immer wieder dabei, dass ich eben nicht tolerant bin.
    Besonders ärgert es mich aber, dass ich selber auch immer wieder in irgendwelchen Schubladen lande. Ich habe ADHS und Leute, die das nicht wissen bzw. nicht wissen mit welchen Symptomen sich das bei Erwachsenen äußerst, denken dann auch völlig falsch über mich.
    Nichtsdestotrotz finde ich deine neuen Schubladen wunderschön. :)
    Liebe Grüße,
    Regina

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  15. Huhu liebe Smilla,
    ich mag denen post sehr, zumal es recht passend ist, da ich über diese Thema auch schön öfter nachgedacht hatte in letzter Zeit. Mir ging es so wie du, ich wollte nicht, habe aber manchmal in Schubladen gedacht.. Mittleiweile wenn ich jemanden sehe oder kennen lerne und ich einen Schubladengedanken rauskrame, klappt es doch ganz gut mir zu sagen - Stop, erstmal abwarten...
    Deine Bilder finde ich aber trotzdem auch ziemlich klasse!
    Liebste Grüße Bella

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  16. LIebe Smilla, ich liebe deine Posts....ich liebe deine Art zu denken, zu schreiben, die Art wie du an ein Thema herangehst.
    Für mich gehörst du in die 2, Schublade von rechts, 1. Reihe...da wo die ganz besonderen Menschen drin sind....überdenken brauch ich das nicht... das passt schon. Da braucht der 1. Eindruck keine 2. Chance...
    Für mich bist und bleibst du was ganz Besonderes hier in Welt der Bloggerinnen...nur eines find ich immer wieder schade, wenn ich hier zu Gast sein darf...dass wir beide so weit voneinander entfernt leben....so, jetzt noch ganz schnell zum Thema, auch ich bin immer wieder mal eine Schubladendenkerin und immer wieder ertappe ich mich dabei vorschnell zu katalogisieren...besonders bei Menschen, die so anders sind wie ich...die ihr wahres ICH hinter einer perfekten Fasade verstecken...danke für deinen Anstoß...könnte ein Adventvorsatz werden....
    Herzenswarme Grüße aus Österreich
    Barbara

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    1. Oh Barbara....könntest Du jetzt das breite Lächeln auf meinem Gesicht sehen, an dem Du "schuld" bist!
      Danke Dir für diese lieben Worte! und ja: die Entfernung ist leider wirklich zu gross....aber solltest Du jemals in den Norden Deutschlands kommen, steht hier ein Gästebett für Dich bereit....und wer weiss, vielleicht verschlägt es mich ja auch irgendwann mal nach Österreich?

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    2. Das würde mich ganz besonders freuen...wer weiß, vielleicht schaffen wir es ja tatsächlich mal.
      Mach dir einen schönen Sonntag
      Drück dich ;)

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  17. Hey liebe Smilla!
    Ich mag solche nachdenklichen Posts sehr! Und du hast recht, wir alle haben, glaub ich, das Schubladen-Denken in uns.
    Ich leider total. Genau wie du es beschrieben hast.... ich kann ganz schwer meine Meinung über jemanden revidieren. Du hast mir da einen totalen Denkanstoß gegeben und ich versuch ab jetzt, das Ganze zu ändern!
    DANKE dir für den Post
    und hab noch ein schönes WE
    Ulli, die jetzt alles für die BetonSterne eingekauft hat und endlich loslegen will (Das musste ich noch eben loswerden ;0)

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    1. Bin gespannt auf das Ergebnis, bitte berichte unbedingt, ja?

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  18. Hallo liebe Smilla, bei mir ist es genau umgekehrt. Aber dadurch gerade ich so oft
    an die " falschen" Freunde, und irgendwann sitz ich wieder da und versteh die Welt
    nicht mehr. Dazu kommt das ich immer sehr viel in Freundschaften investiere, aber
    sehr oft ausgenutzt werde. Ich hab grad dieses Jahr wieder solche Freunde kennen-
    gelernt. Aber ich hab doch etwas dazu gelernt. Ich hab mich von diesen Leuten
    ( nach langem hin und her überlegen) distanziert. Sie tun mir einfach nicht gut.
    Bei meinem Mann ist es eher so wie bei dir. Der steckt sie auch schon von vorne
    herein in eine Schublade. Was ich immer nicht gut finde...... Aber wenn ich dann
    wieder enttäuscht wurde muss ich ihm doch jedesmal recht geben.
    Gut wäre es einen Mittelweg zu finden, was natürlich nicht so einfach ist.
    Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende, und schicke dir ganz viele
    Liebe Grüße aus der Pfalz...... Christine

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  19. Liebe Smilla,
    Du sprichst hier eine sehr interessante Sache an und irgendwie passt das ganz gut zu meiner momentanen Situation. Bislang dachte ich auch immer, ich hätte eine gute Menschenkennntnis. Es war auch immer so. Leider ist mir die bei einer ganz gefinkelten Frau, die sich an mich und meine Kinder "geworfen" hat (immer unter dem Aspekt uns zu helfen), abhanden gekommen. Ich wünschte mir, ich hätte sie gleich in eine "Schublade" gesteckt, obwohl ich Deine Ansätze dazu normalerweise sehr, sehr gut finde. In diesem speziellen Fall hat die Dame angefangen uns nach dem Tode meines Mannes zu terrorisieren, da die Dinge für sie nicht so liefen, wie sie es sich vorgestellt hatte. Gerade heute habe ich nach dem ganzen Telefon- und SMS Terror vergangener Monate ein riesiges Holzstück unter meinem Auto vorgefunden, das die Reifen blockierte. Nun wird die Dame anscheinend massiv und man muss sich schon bald Gedanken um seine Sicherheit machen. Ich für meinen Teil, werde durch diese furchtbare Erfahrung in Zukunft sehr, sehr vorsichtig auf meine Mitmenschen zugehen. Obwohl ich zum Glück ansonsten von tollen Menschen umgeben bin! Ein wenig Vorsicht schadet vermutlich nicht, wie meine Geschichte zeigt.........
    Herzliche Grüße,
    Mella

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    1. Ach du meine Güte Mella, das ist ja gruselig!
      Ich hoffe, Du hast das polizeilich festhalten lassen.

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    2. Liebe Smilla,
      Du sagst es - gruselig! Ja, jetzt bin ich soweit und werde endlich Anzeige erstatten. Ich dachte immer, irgendwann würde sie wieder vernünftig, aber hier habe ich mich wohl getäuscht. Meine Kinder und ich haben richtig Angst, wenn diese Verrückte des Nachts um unser Haus schleicht und wer weiß, was sie sich noch einfallen lässt.....
      Ganz liebe Grüße,
      Mella

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    3. Mella, manche Leute sind einfach krank und das was Du erzählst hat schon Stalker-Qualitäten.
      Ich drück die Daumen, dass diese Frau Euch jetzt in Ruhe lässt!

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  20. Hallo Smilla,
    ja, ich ertappe mich auch sehr oft, dass ich einen Menschen in eine gewisse Schublade stecke, wenn ich Ihn das erste mal sehe. Nach genauerem Hinsehen merke ich jedoch oft, dass ich den Betreffenden falsch eingeschätzt habe.

    Ich denke, man sollte diesbezüglich einfach ein wenig toleranter sein und genauer hinsehen.

    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag,
    liebe Grüße,
    Christine

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  21. Hallo Smilla,
    ich bin auch ein klarer Fall von Schubladendenker und musste schon unendliche Male meine Meinung komplett revidieren...leider auch in die umgekehrte Richtung! Bin auch machtlos gegen diese ersten Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, wenn man jemandem zum ersten Mal begegnet. Im Büro habe ich mal über einhalbes Jahr mit einer super netten Dame hon-und-hertelefoniert, bis wir uns bei einem Auslandsmeeting mal begegnet sind. Sie war mir am Telefon sowas von unsympathisch und nach dem Meeting waren wir per Du ;-)
    Solange wir zulassen, dass sich unsere Meinung ändern kann, ist alles im grünen Bereich (finde ich).

    Du bist toll, Smilla (verlegenGRINS)!
    Moni

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    1. Boah....da werd ich glatt rot! Danke Dir Liebe Moni!

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  22. Liebe Smilla,
    Ich glaube das macht fast jeder, das einsortieren in eine Schublade...
    Leider liege ich meistens richtig damit.
    Deinen Post finde ich klasse und regt sehr zum nachdenken an.
    Dein Mann hat einen super Schrank mitgebracht, sieht super aus.
    Herzliche Grüße,
    Sabine

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  23. Hallo Smilla,
    ich denke schon, dass es klappen kann sein Verhalten zu ändern. Du kannst es ja im Job super umsetzen. Vielleicht hilft es Dir, wenn du im privaten wieder in so eine Situation gerätst, Dir zu überlegen, wie würde ich mich denn dieser Person gegenüber verhalten, wenn sie meine Kundschaft wäre. Der erste Schritt ist aber auf jedenfall schon mal getan, wenn Du Dein Verhalten als falsch empfindest und es darum ändern willst.
    Ich finde es gut, wenn man auch mal sich selbst kritisch beäugen kann und sein Verhalten hinterfragt. So bleibt alles im Flow ; )
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag. Angela

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  24. Hallo Smilla,
    Das kriegst du hin. Schon weil es dich ärgert.
    Das ist bestimmt etwas, was man nicht sofort ablegen kann. Aber du wirst es hinkriegen! Da bin ich mir ganz sicher!
    Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende
    Ganz liebe Grüße Kerstin

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  25. Liebe Smilla,
    auch ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell man ein Bild von jemanden aufgebaut hat.
    Aber ich habe lange dran gearbeitet und gehe nun, beruflich wie privat, erstmal ganz offen auf jeden zu.
    Allerdings hat mein Bauchgefühl immer noch oft recht...
    Auch Du schaffst das, wetten?
    Aber Dein Schubladenschrank ist trotzdem klasse, trotz oder gerade wegen der tollen Laden.
    Ein echtes Prachtstück.
    Ganz liebe Grüße
    Nicole

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  26. Ich hab mal ein T-Shirt mit einem zum Thema passenden Spruch gesehen:
    "Wenn ihr mich in eine Schublade steckt, dann bitte in die mit den Süßigkeiten drin."
    Hat mir gut gefallen. :)
    Liebe Grüße
    Frigga

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  27. Liebe Smilla,

    natürlich kenne ich das Schubladenken und ich habe das auch schon viele Male praktiziert. Aber dennoch bin ich viel unvereingenommener geworden, sehr viel sogar. Ich glaube dieses Schubladendenken hat man, weil man sich vor etwas schützen möchte. Indem man kategorisiert, stellt man sich auch unbewusst "über" diese Person. In den letzten Jahren lasse ich das aber meistens sein, d.h. ich lasse die Person so stehen wie sie ist. Man braucht sich nicht mit anderen zu vergleichen, wozu auch, ich bin ich und die Person ist die Person. Schluss aus. Ich denke, dieses Schubladendenken wird doch nur von unseren Medien geschürt. Jeder soll sich zu allem eine Meinung bilden. Wieso bloß? Ich kann mir sehr gut KEINE Meinung bilden, weil ich das in dem Moment einfach nicht brauche. Sich keinen Kopf darüber machen, die Wirklichkeit sein lassen wie sie ist. Kann eine Erholung für den Geist sein.

    Liebe Grüße
    Nina

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  28. Liebe Smilla, das ist ein wirklich spannendes Thema, das so allgegenwärtig ist. Irgendwo macht es jeder und nicht alles ist immer bewusst gesteuert. Unbewusst wird so einiges an Entscheidungen getroffen, die man sonst gar nicht alle verarbeiten könnte. Doch finde ich es immer wieder gut, wenn man sich trotz allem Gedanken dazu macht, Nicht weil es andere tun, sondern weil man es selbst bei sich entdeckt, so wie du! Deine Offenheit macht dich noch sympathischer!
    Ich habe für mich gelernt, so viel wie möglich "bewertungsfrei" an Neues heranzugehen. Sich selbst erst ein Urteil bilden und herausfinden, warum weshalb wieso....das bringt einen viel weiter. Leicht gesagt, aber auch ich habe privat und beruflich so einige Hürden gehabt, die mich gelehrt haben, je bewertungsfreier du an neue Dinge / neue Menschen herangehst, umso entspannter und toleranter bist du selbst. Gespräche führen ist unabdingbar dabei finde ich. Meine wichtigste Erkenntnis und eines meiner liebsten Prinzipien ist seither: "Es gibt kein richtig und kein falsch. Es gibt nur unterschiedliche Vorstellungen VOM und Ansprüche AN das Leben"! Dadurch berührt mich vieles nicht mehr so schnell, wenn ich mit typischen Stereotypen und Schubladen-Situationen konfrontiert werde. Jeder tut das, was er für richtig, wichtig oder schön hält, nicht wahr? :)
    Ein wirklich spannendes Thema, das man endlos beleuchten könnte. Siehste ma, was rauskommt, wenn da plötzlich so ein Schubladenschrank bei dir zu Hause einzieht *grins*
    Hab noch einen schönen gemütlichen Sonntag! Alles Liebe Maxie
    P.S. Bei mir gibt es aktuell eine Verlosung. Wenn du magts, dann komm vorbei und mach mit :-)

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  29. kommste denn nu mal vorbei bei mir???? ;-)
    dann können wir mal bei einem kaffee über schubladenschränke und -denke diskutieren...
    herzlichste grüße & wünsche an dich ;-)
    amy

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    1. Liebe Amy,
      das mache ich bestimmt....auf jeden Fall!
      Aber es wird wohl erst im Januar was werden, momentan hat mich der berufliche Weihnachtswahnsinn fest im Griff...
      liebe Grüsse
      Smilla

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    2. darauf freue ich mich ;-) bin allerdings erst am 19.1. wieder im lande!
      hab eine in deinem sinne schöne adventszeit!!!
      herzlichste vorweihnachtliche grüße & wünsche an dich ;-)
      amy

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  30. Hallo Smilla,
    ich habe diesen Post gerade erst geschafft zu lesen, denn für solche Themen nehme ich mir lieber Zeit.
    Ich denke, dass dieses Schubladendenken noch ein Überbleibsel aus der uralten Zeit ist, in der man in Sekunden Freund und Feind unterscheiden musste. Und ich glaube, dass der Bauch der bessere Ratgeber ist, leider habe ich immer wieder diese Erfahrung gemacht.
    Aber trotzdem habe ich mir angewöhnt, hinzuschauen wie dieser fremde Mensch sich dann verhält, was er sagt und ob ich mich nicht doch auf ihn einlassen möchte. Manchmal ergibt sich dann Erstaunliches.
    Also lasse ich mir meine Schubladen, denke, wenn ich einem unangenehmen Menschen begegne, ein stilles Namaste und schau mal, was da auf mich zu kommt.
    Ich finde es ein spannendes Thema und die Meinung der anderen sehr interessant. So lernt man sich wieder ein Stückchen mehr kennen.
    Liebe Grüße
    Alice

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  31. Hallo Smilla,
    ich bin beim Surfen gerade zufällig auf deinem blog gelandet und finde ich sehr schön. Einige Posts habe ich schon gelesen und das was ich lese gefällt mir, wie auch die tollen Bilder, sehr gut. Diesen alten Schubladenschrank hätte ich auch gerne, es wäre eine Schande gewesen, ihn zu entsorgen.
    Dein Bericht dazu hat mich kurz nachdenken lassen. Eigentlich bin ich der Typ, der in jeder Person was nettes und liebes sieht und dann leider eben auch gerne mal auf die Nase fällt oder ausgenutzt wird. Das hat mich etwas zurückhaltender werden lassen (das Aufstehen fällt mich fortschreitendem Alter schwerer - lach), aber so ganz kann man ja aus seiner Haut nicht raus. Die eine oder andere Schublade gibt es aber trotzdem, und ich behaupte mal, die hat fast jeder.
    Die Erklärung, warum du so unterschiedlich reagierst, zwischen beruflichem und privatem Bereich liegt - denke ich - genau in diesem Unterschied. Im beruflichen Bereich lässt du die Personen ja nicht so nah an dich heran wie im privaten Bereich. Unseren privaten Bereich wollen wir schützen und reagieren da anders, vielleicht mit "Sicherheitseinstellungen".

    Ich werde mich hier auf deinem Blog bestimmt öfter sehen lassen und wünsche dir eine schöne Adventszeit.
    Lieben Gruß aus dem Ruhrpott
    Carolyn

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    1. Liebe Carolyn, schön dass Du mich hier gefunden hast!
      Das mit den "Sicherheitseinstellungen" ist bestimmt richtig.
      Aber glaub mir: auch ich falle immer noch auf die Nase mit Menschen, die ich zuerst in die super-nett-Schublade gesteckt habe...auf mein Bauchgefühl kann ich mich leider nicht immer verlassen, wär ja auch langweilig.
      lg
      Smilla

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  32. Mein Tipp ... Unbedingt eine Schublade mit der Aufschrift "Huuiiiihhh ... da bin ich aber gespannt" anlegen!

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Jeder Kommentar ist für mich wie Weihnachten, ich freu mich total drüber!
Jedem von Euch einen Gegenbesuch abzustatten, schaffe ich nicht immer....aber ich gebe mein Bestes!

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